Aktuelle News und Presseecho der Feuerwehr Enger

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel NW) und das Westfalen-Blatt (Kürzel WB) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

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Feuerwehr Enger - Aktuelles

Digitaler Lebensretter

WB 13.01.2015

Mit Katwarn werden Handy-Nutzer vor Gefahren gewarnt - Testphase für Gehörlose

Kreis Herford(EA). Seit 2013 steht im Kreis Herford das bundesweite Warnsystem Katwarn zur Verfügung. Im Gefahrenfall informiert es per Handy über Hochwasser, Unfälle, Bombenfunde oder Großbrände und gibt erste Verhaltenshinweise. Jetzt wurde das System für Gehörlose erweitert.

Bisher nutzen rund 3000 Menschen im Kreis diesen digitalen Alarm. Davon bekommen 1300 die Warnungen per SMS, die übrigen Nutzer werden durch die kostenlose App gewarnt. Seit Einführung wurde das Warnsystem bisher fünfmal ausgelöst: Wegen eines Chemieunfalls in Bünde, eines Großbrandes in Bünde sowie für Unwetterwarnungen.

Begleitet von einer Testphase des bayerischen Gehörlosenverbands startet Katwarn nun ein System-Update mit erweiterten Warnfunktionen. Denn: Ob Sirene, Lautsprecherhinweise oder Radiodurchsage: Fast alle Warnsysteme sind akustisch und für gehörlose Menschen nicht nutzbar. Aber auch für Hörende sind rein akustische Warnungen zum Beispiel bei geschlossenen Fenstern mit moderner Isolierung problematisch. Warnungen mit Text- oder Bildinformationen können daher Leben retten.

Das kostenlose System sendet via App oder alternativ per SMS und E-Mail ortsbezogene Warnungen als Text und Grafik auf die Mobiltelefone der angemeldeten Nutzer. Katwarn wurde vom Fraunhofer-Institut im Auftrag der öffentlichen Versicherer Deutschlands entwickelt und steht bereits seit 2012 kostenlos als Smartphone-App zur Verfügung. Ein Update des Systems bietet nun mehr Bildinformationen und Übersichtsfunktionen.

Die Forscher wollen mit der Testphase herausbekommen, wie die Warnungen von gehörlosen Menschen wahrgenommen werden und welche Funktionen noch sinnvoll wären. Nutzer können nun neben dem aktuellen Standort bis zu sieben weitere Orte eintragen, für die sie Warnungen erhalten wollen - zum Beispiel die Wohnadresse, die Kita der Kinder, das Haus der Eltern, Ferienorte oder die Büroadresse.

Um möglichst vielen einen Zugang zu Katwarn zu ermöglichen, wurde mit dem System-Update die App neben iPhones und Android-Phones erstmals auch für Windows-Phones freigeschaltet.

katwarn

Die Katwarn-App zeigt die Gefahrenlage im Kreis Herford. Derzeit ist alles im grünen Bereich.
Foto: Moritz Winde

 

Weitere Infos zum KATWARN System bei uns auf der Seite: KATWARN - Katastrophenwarnsystem Kreis Herford