Aktuelle News und Presseecho der Feuerwehr Enger

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel NW) und das Westfalen-Blatt (Kürzel WB) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

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Feuerwehr Enger - Aktuelles

"So einen Einsatz hatten wir noch nicht"

NW 26.02.2013

INTERVIEW: Stellv. Feuerwehrchef Michael Rogowski Enger. Bei dem Brand im Wohn- und Pflegezentrum an der Kesselstraße wurde ein Bewohner schwer verletzt, sechs weitere kamen vorsorglich ins Krankenhaus (die NW berichtete). Für die Rettungskräfte war der Einsatz keine Routine. NW-Redakteur Ekkehard Wind sprach mit Michael Rogowski, der den Einsatz der freiwilligen Feuerwehr Enger leitete.

 

Herr Rogowski, warum stellt der Brand in einem Wohn- und Pflegezentrum die Feuerwehr vor besondere Herausforderungen?
MICHAEL ROGOWSKI: Ob Seniorenzentrum, Krankenhaus oder Schule - bei solchen Bränden muss man besonders sensibel sein und umsichtig vorgehen. Es sind alles Gebäude, in denen sich viele Menschen aufhalten. Bei einem Brand besteht also höchste Gefahr. Es geht um Menschenleben.

Wie haben Sie reagiert, als Sie zum Brand an der Kesselstraße kamen?
ROGOWSKI: Als ich den Rauch sah, hab’ ich sofort Stadtalarm gegeben und alle Einheiten angefordert. Denn es war nicht klar, wie sich die Lage entwickelt. Im Erdgeschoss gab es einen Schwerverletzten und ich wusste, dass auch im Obergeschoss noch Senioren waren.

Gab es in Enger schon einmal einen vergleichbaren Feuerwehreinsatz?
ROGOWSKI: Ich bin jetzt 36 Jahre bei der Feuerwehr. Aber so einen Einsatz hatten wir noch nicht.

Welche Aufgabe übernimmt der leitende Rettungsarzt, der ebenfalls nach Enger eilte?
ROGOWSKI: Er übernimmt den medizinischen Part. Es gibt einen abgestuften Plan. Bei einem sogenannten Massenanfall von Verletzten (MAV) der Stufe 1 - also bei vier bis acht Verletzten - kommt der leitende Notarzt automatisch und zusätzlich ein Sanitätszug. Es gab - Gott sei Dank - nur einen Verletzten bei dem Brand. Insofern lag kein MAV vor. Der leitende Notarzt wurde aber trotzdem gerufen, weil insgesamt 13 Personen zu untersuchen waren. Der leitende Notarzt entschied letztlich, dass neben dem Schwerverletzten, der in eine Spezialklinik geflogen wurde, noch sechs Senioren vorsorglich ins Krankenhaus sollten.

Problematisch ist immer auch der Brand in einem Krankenhaus oder einer Schule. Kann sich die Feuerwehr mit Übungen auf diese speziellen Fälle vorbereiten?
ROGOWSKI: In einem Krankenhaus ist das kaum möglich. Zu den Schulen halten unsere beiden Brandschutzbeauftragten Rainer Dehne aus Dreyen und Michael Koch aus Westerenger Kontakt. Das heißt: Sie gehen in die Schulen und üben mit den Schülern, wie man sich im Brandfall richtig verhält. Die Jugendlichen lernen auch, wie man einen Notruf absetzt. Und es wird auch eine Räumungsübung gemacht, über die ein Protokoll geschrieben wird.