Aktuelle News und Presseecho der Feuerwehr Enger

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel NW) und das Westfalen-Blatt (Kürzel WB) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

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Feuerwehr Enger - Aktuelles

Für den Ernstfall gewappnet

NW 30.05.2012

Vier Frauen aus Enger stehen bei der Feuerwehr ihren Mann

Enger. Sie sind zur Stelle, wenn es bei anderen brennt: die ehrenamtlichen Helfer der Freiwilligen Feuerwehr. Die Arbeit, die sie machen, ist oft belastend - körperlich wie seelisch. Eines jedoch wiegt alle Strapazen auf.

Seit 20 Jahren ist Melanie Schneider Mitglied im Löschzug Dreyen. "Mit elf bin ich in die Jugendfeuerwehr eingetreten", sagt die 31-Jährige. Damals allerdings weniger aus ehrenamtlichen Aspekten: "In Dreyen gab es nicht so viele Freizeitmöglichkeiten", erinnert sie sich. In der Jugendfeuerwehr jedoch wurden neben einer ersten feuertechnischen Ausbildung auch Ausflüge und Wochenenden im Zeltlager angeboten. Für Kinder reizvoll.

Ähnlich lange ist auch Linda Janßen Mitglied im Löschzug Dreyen. Schon in ihrer Kindheit sei die Feuerwehr fester Bestandteil ihres Familienlebens gewesen, sagt die 31-Jährige. "Mein Vater war im Löschzug und dadurch bin auch ich in die Feuerwehr hineingewachsen."

Und sie ist dabei geblieben. Wegen der guten Sache. "Aber auch, weil es Spaß macht."

Auch für Julia Oberwemmer ist das Ehrenamt nicht zuletzt ein Hobby. Seit 2005 ist sie bei der Feuerwehr.

"Ich bin damals eingetreten, weil sie in einer Löschgruppe in Herford Leute suchten", berichtet sie. "Und ich wollte Gutes tun." Heute ist die 25-Jährige Mitglied in der Löschgruppe Enger-Nord.

Mit ihren Feuerwehrkameraden üben die Damen von der Wehr regelmäßig den Ernstfall. "Zum Beispiel wie man erste Hilfe leistet, eine Ölsperrung im Bolldammbach legt oder einen Verletzten aus einem Fahrzeug befreit", berichtet Oberwemmer.

Der Einsatz von schwerem Gerät - im Ernstfall oder bei einer Übung - verlangt gerade den Feuerwehrfrauen körperlich viel ab. "Das ist schon oft sehr anstrengend", sagt die 20-jährige Nora Schmidt, die seit zehn Jahren Mitglied in der Löschgruppe Westerenger ist. "Aber man kämpft, bis es nicht mehr geht", betont Linda Janßen.

Wenn es zum Ernstfall kommt, müssen die freiwilligen Helfer gewappnet sein. Auch gegen die Bilder, mit denen sie bei einem Einsatz konfrontiert werden und die sich oft nicht leicht aus dem Kopf verdrängen lassen. Etwa, wenn sie zu schweren Verkehrsunfällen oder zu Bränden gerufen werden.

Melanie Schneider kann sich noch gut an einen ihrer ersten Einsätze erinnern. Damals stand ein Bauernhof in Siele in Flammen. "Da sind auch viele Schweine verbrannt."

Die Schattenseiten des Ehrenamts wiegt eines jedoch wieder auf: die Gemeinschaft. "Der Zusammenhalt in der Gruppe ist einfach schön", sagt Nora Schmidt. Es sei ein gutes Gefühl, bei einem Einsatz "gemeinsam etwas zu meistern", betont auch Linda Janßen.

Für jede der vier Feuerwehr-Frauen wäre es undenkbar, den lärmenden Pieper zu ignorieren, wenn der mitten in der Nacht zum Einsatz ruft. "Man hat ja auch den anderen gegenüber eine Verantwortung", betont Nora Schmidt. "Ich hätte ein schlechtes Gewissen, mich da nochmal umzudrehen", sagt auch Janßen. "Und außerdem", meint Julia Oberwemmer, "kann man den versäumten Schlaf ja auch in der nächsten Nacht nachholen."

Info: Dabei ab 10

Wie die Mutter, so die Tochter: Linda Janßens Tochter Vivian wartet schon ungeduldig darauf, in die Jugendfeuerwehr eintreten zu dürfen. Das allerdings ist erst mit Vollendung des 10. Lebensjahres möglich. Bei Vivian ist das 2013 so weit. Wer Interesse hat, in die Jugendfeuerwehr der Stadt einzutreten, kann sich bei Christian Vogt unter Tel. (0 52 24) 91 17 21 melden. In diesem Jahr feiert die Jugendfeuerwehr 20-jähriges Bestehen. (mac)

Fotos

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Nora Schmidt, Julia Oberwemmer, Melanie Schneider und Linda Janßen (v. l.) sind für den Ernstfall gewappnet. Sie alle sind schon viele Jahre in der Feuerwehr und haben in dieser Zeit reichlich Erfahrung gesammelt.

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Linda Janßen zeigt die zahlreichen Schläuche, die sich im Inneren eines Feuerwehr-Einsatzfahrzeugs verbergen.

TEXT: MAREIKE PATOCK | FotoS:  MAREIKE PATOCK | QUELLE: Neue Westfälische