Aktuelle News und Presseecho der Feuerwehr Enger

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel NW) und das Westfalen-Blatt (Kürzel WB) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

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Feuerwehr Enger - Aktuelles

Wenn es im Haus nach Gas riecht/INTERVIEW: Heinz-Jürgen Tomann, Chef der Freiwilligen Feuerwehr in Enger

nw 14.02.2007

Enger. Ein Gas-Alarm löste im Pödinghausener Neubaugebiet Große Breede am Montag Abend einen großen Feuerwehreinsatz aus (die NW berichtete). Nach den bisherigen Erkenntnissen der Feuerwehr war ein Blitz in ein Wohnhaus eingeschlagen und hatte im Keller eine Gasleitung zum Bersten gebracht.

Die NW sprach mit dem Chef der Engeraner Freiwilligen Feuerwehr, Heinz-Jürgen Tomann.

Was sollte man tun, wenn jemand im Haus Gasgeruch wahrnimmt?
HEINZ-JÜRGEN TOMANN: Bei Gasgeruch sollte man schnell Fenster und Türen öffnen und dann sofort das Haus verlassen. Vom Nachbarn oder draußen per eigenem Handy sollte man umgehend die Feuerwehr anrufen, also die 112.

Empfiehlt es sich, auch das Gasversorgungsunternehmen anzurufen?
TOMANN: Nein, das erledigt die Feuerwehrleitstelle.

Wann wird es bei ausströmendem Gas brenzlig?
TOMANN: Entscheidend ist die Gaskonzentration in der Luft. Wir haben ein spezielles Gerät zum Messen. Ist eine Sättigung von 4,5 Prozent erreicht, kann es schon kritisch werden. Mit steigendem Wert wächst die Explosionsgefahr. Ein Funke reicht dann schon. Zündquellen können Lichtschalter, eine laufende Waschmaschine oder eine Zigarette sein.

Gibt es Warngeräte für jeden Haushalt, ähnlich einem Rauchmelder?
TOMANN: Ja, die gibt es. So genannte kombinierte Gas-Rauchmelder kosten rund 70 Euro. Sie sind im Fachhandel und eigentlich auch in Baumärkten zu bekommen.

In dem konkreten Fall in Pödinghausen wurde keine hohe Gaskonzentration gemessen?
TOMANN: Das stimmt. Es gab eine offene Flamme, das Gas verbrannte im Keller.

Wodurch ist die Gasleitung geborsten?
TOMANN: Nach unserem bisherigen Kenntnisstand ist ein Blitz eingeschlagen. Am Gasrohr verlief ein Stromkabel. Durch einen Spannungsbogen kann es zu einem Feuer gekommen sein. Das hat vermutlich ein Loch in die Gasleitung eingebrannt.

Hat es schon mehrere ähnliche Fälle in Enger gegeben?
TOMANN: Nein, das ist der einzige Fall, den ich kenne.

Wie geht die Feuerwehr vor, wenn tatsächlich Explosionsgefahr besteht?
TOMANN: Die Personen müssen sofort raus aus dem Gebäude. Das Gebiet wird im Umkreis bis zu 200 Metern evakuiert und abgesperrt. Im Gefahrenbereich darf sich nur der Messtrupp bewegen. Die Gaszuleitung zum Haus oder Wohngebiet muss schnellstens abgeriegelt werden. Wenn die Messergebnisse wieder im grünen Bereich sind, können die Bewohner wieder in ihre Häuser zurück.

 

2007-02-14 01

Spezielles Gerät: Arndt Höpker zeigt das Gas-Messgerät der Engeraner Feuerwehr.

TEXT: EKKEHARD WIND | FOTO: EKKEHARD WIND | QUELLE: Neue Westfälische