News und Presseberichte der Löschgruppe Ol.-Pödinghausen

Hier finden Sie aktuelle News der und Presseberichte über die Löschgruppe Oldinghausen/Pödinghausen als Blog aufgelistet.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel nw) und das Westfalen-Blatt (Kürzel wb) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

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"Immer den Überblick behalten": Löschzug Enger und Löschgruppe Oldinghausen-Pödinghausen probten gemeinsam den Ernstfall (2)

nw 08.08.2005

Enger-Oldinghausen (fx). Egal, was gerade geschieht: "Wichtig ist für den Einsatzleiter vor allem, immer den Überblick zu haben", erklärte Heinz-Jürgen Tomann, Engeraner Stadtbrandinspektor. Während einer unangekündigten, gemeinsamen Übung des Engeraner Löschzuges und der Löschgruppe Oldinghausen-Pödinghausen am Oldinghauser Schützenheim hielt sich der Chef der Engeraner Feuerwehr jedoch bewusst zurück. Denn die Übung für sämtliche Einsatzkräfte sollte für Heiko Janßen noch eine besondere sein.

Vor einigen Wochen erst hat der 26-jährige am Institut der Feuerwehr (IdF) in Münster seine Gruppenführer-Prüfung bestanden und ist damit stellvertretender Löschgruppenführer in Pödinghausen geworden. Tomann stellte ihn nun in der Praxis auf die Probe.

Zusammen hatten sich Janßen und sein Feuerwehrkollege Christian Vogt vom Engeraner Löschzug die Übung ausgedacht, um die Kooperations- und Handlungsfähigkeit ihrer beiden Einsatz-Gruppen auch in der Urlaubszeit zu testen.

Die Herausforderung für die Männer sollte eine Rauchentwicklung durch unbekannte Ursache im Oldinghauser Schützenheim sein, in dem darüber hinaus eine noch unbestimmte Zahl von Personen eingeschlossen ist. "Die Schwierigkeit ist unter anderem, dass sämtliche Fenster und Türen vergittert sind, die Eingeschlossenen somit nicht ohne weiteres heraus, die Retter nicht einfach hineinkommen", erläuterte Vogt.

Für ein möglichst realitätsnahes Szenario half ihnen Carsten Niemeyer, Kollege der Feuerwehr in Bielefeld-Bethel, mit einer Nebelmaschine innerhalb des Gebäudes alles andere als Durchsicht sicherzustellen. Nur wenn er den Knopf seiner Fernbedienung drückt, kommt kein Nachschub mehr, egal wie viele Gebläse die getesteten Engeraner Kollegen auch später aufstellten.

Die eingeschlossenen, konfus-geschockten und um Hilfe schreienden Opfer mimten mit Philipp Nolte, Sarah und Daniel Niestradt, Philipp Rommelmann, Stefan Sehrer und René Urbigkeit Mitglieder der Schützenjugend.

Kaum hatten sie ihre Kollegen alarmieren lassen, versteckten sich Vogt und Janßen, um die ersten beobachten zu können. Damit sich nicht gleich zu Anfang die entspannende Erkenntnis verbreitet, dass es nur eine Übung ist, setzte sich Tomann auf dem Weg zum Einsatzort mit seinem Auto gleich hinter das zweite Feuerwehr-Fahrzeug: "So wie ich es meistens schaffe", erklärte er.

Während die rund 30 Männer die Wasserversorgung aufbauten, Atemschutzgeräte anlegten, sich auf die Suche nach den Verletzten machten, testete Tomann die Belastbarkeit des Kollegen Janßen, indem er dem Einsatzleiter immer wieder gleich zehn Fragen auf einmal stellte: "Wie viele Personen sind jetzt noch dort drin? Ist Verstärkung nötig, hast du die angefordert, wie viel Atemschutztrupps brauchst du, wie viele hast du jetzt schon ?" Die aktuelle Lage müsste er immer im Kopf haben, eine Fragestruktur im Kopf immer wieder durchgehen.

Am Ende zogen die Organisatoren eine überwiegend positive Bilanz: "Alle eingeschlossenen Personen wären gerettet worden. Auch die Wärmebildkamera haben die ersten vor Ort rechtzeitig eingesetzt."

 

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Stadtbrandinspektor Heinz-Jürgen Tomann (links) mit den Organisatoren der Übung Heiko Janßen (Mitte) und Christian Vogt.

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