Jahresbericht 2011 der Jugendfeuerwehr der Stadt Enger

Enger, 20. Januar 2012

Zu Beginn des Jahresberichtes zunächst die statistischen Daten zur Jugendfeuerwehr der Stadt Enger zum Stichtag 31. Dezember 2011:

Insgesamt wurden 21 Dienstveranstaltungen in 2011 absolviert. Dabei ist eine durchschnittliche Dienstbeteiligung von 76,6 % erreicht worden, was eine Steigerung von rund 5 % zum Vorjahr bedeutet. Des Weiteren waren 6 Sonderdienste, u. a. bei Veranstaltungen der anderen Jugendfeuerwehren im Kreis Herford, angesetzt.

In 2011 wechselten drei Mitglieder in die aktive Wehr. Vier Mitglieder verließen die Jugendfeuerwehr aus unterschiedlichen Gründen. Demgegenüber standen 8 Neuaufnahmen im Laufe des Jahres. Somit beträgt die Mitgliederzahl insgesamt 40 Jugendliche, 34 Jungen und 6 Mädchen.

Der derzeitige Stadtbrandinspektor und ehemalige Jugendwart Heinz Jürgen Tomann ist Ehrenmitglied in der Jugendfeuerwehr der Stadt Enger.

Als fördernde Mitglieder unterstützen insgesamt 8 Personen die Jugendfeuerwehr finanziell.

Neben dem Stadtjugendfeuerwehrwart Christian Vogt und seinen beiden Stellvertretern Jens Meyer und Christian Kley waren im verflossenen Jahr 12 weitere Betreuer und drei Betreuerinnen aus sämtlichem Löschzügen und -gruppen der Stadt Enger für die Jugendfeuerwehr aktiv.

Es folgt der Rückblick auf die wichtigsten Aktivitäten und Veranstaltungen im Jahr 2011:

Die Tannenbaumsammelaktion im Januar, die wir wie immer zusammen mit den Mitgliedern des Löschzuges Enger-Mitte durchgeführt hatten, wurde im zweiten Jahr in Folge mit reichlich Schnee auf den Straßen begleitet. Allerdings gab es wie im Jahr zuvor keine größeren Schwierigkeiten mit der weißen Pracht.

Zum ersten Mal im Anfang April, also so spät im Frühjahr wie nie vorher, startete unser gut besuchtes Volleyballturnier für die Jugendfeuerwehren im Kreis Herford. Da Ostern 2011 recht spät war, schob sich auch unser Termin in den vierten Monat vom Jahr.

Die Schlauchbootwettfahrt der Löschgruppe Bünde-Ahle führte uns Ende des gleichen Monats wieder an die Else. Motto: Dabei sein ist alles, Mittelfeld ist OK!

Dabei war im Juli auch eine Gruppe von uns bei der Abnahme der Leistungsspange der Jugendfeuerwehr NRW in Lennestadt im Sauerland – und wie! Knackte die Mannschaft doch den alten Rekord der ersten Gruppe von 1994 gleich um 3 Punkte auf eine Gesamtpunktzahl von 20 Zählern! Zusammen mit den Reserveleuten wurde über ein halbes Jahr Termin für Termin geübt. Nachdem im Vorjahr wegen Terminschwierigkeiten die Teilnahme an einer Leistungsspangen-Abnahme noch abgesagt werden musste, klappte es mit einigen neuen Leuten innerhalb der Gruppe jetzt umso erfolgreicher. An dieser Stelle sei nochmals Respekt und Anerkennung für diese Leistung ausgesprochen!

Am Ende des gleichen Monats war der Start der Sommerferien. Diese wurden aber mit reichlich Aktion begonnen. Der Technik-Tag brachte Gerätschaften in die Hände der Jugendlichen, die sonst nur selten im normalen Übungsbetrieb benutzt werden. Ausgiebig wurde an zwei PKW demonstriert, was die Rettungsschere und -spreizer nebst Zubehör bei einem Verkehrsunfall leisten können. Außerdem brachte der Tag noch Fingerspitzengefühl mit der Drehleiter, viel Wasser aus dem TLF 24/50 und laute Motorgeräusche bei den Fahrzeugpumpen. Mit einem leckeren Grillabend klang der Abend aus.

Das Kreiszeltlager am Hämelsee beendete die großen Ferien. Fast blieb es dieses mal trocken, ja nur fast. Kurz vorm Abbauen wurden die Zelte noch vom Regen erwischt. Ansonsten war das Wochenende auch vom Jugendforum des Kreises Herford mit geplant worden. Unsere Linda (Jonuzi) als Sprecherin und Patrick (Goebel) als Schriftführer des Forums waren da mit den Vorbereitungen der Spiele und der Nachtwanderung gut beschäftigt. An dieser Stelle auch Euch einen Dank für diese zusätzlichen Tätigkeiten im Jugendforum.

Sportlich ging es im Oktober zu. Das Volleyballturnier für alle Löschzüge und Löschgruppen, sowie der Jugendfeuerwehr der Stadt Enger fand statt. Da der Löschzug Dreyen ja dreimal hintereinander gewonnen und den alten Pokal somit behalten hatte, gab es vom Wehrführer einen Nagelneuen. Diesen bekam als Sieger die Löschgruppe Westerenger. Es gab aber noch etwas Neues: Die Jugendfeuerwehr belegte nicht wie immer in der Vergangenheit den fünften Platz, sondern den Vierten!

Die Jugendflamme der Deutschen Jugendfeuerwehr stand im Herbst auf dem Programm. Im Oktober wurde die Stufe 1 von sechs Mitgliedern absolviert. Hier sind Grundkenntnisse und Fähigkeiten über Strahlrohre, Schläuche, Verteiler, Hydranten, Knoten & Stiche, Sanitätsgerät zu zeigen, sowie die Notrufabsetzung zu demonstrieren.

Bei der Stufe 2 sind hingegen Fahrzeugabsicherung, Aufbau eines improvisierten Wasserwerfers, Inbetriebnahme eines Hydranten und die Erläuterung der Beladung eines Löschfahrzeuges gefragt. Auch hier waren Ende November alle sieben erfolgreich.

Im November war es auch noch sportlich. Im H2O sollte man den Betreuern eigentlich keine Wasserbälle mehr geben. Diese werden sofort für ein paar Ballwechsel oberhalb der Wasserfläche genutzt. Wer wollte, konnte mitmachen und manche taten es auch. Zum Schluss war das Becken nur noch mit Leuten aus Enger und zwei Bällen besetzt. Nun ja - erst als die Wellenmaschine startete, zwangen uns die anderen Badegäste zu einer kleinen Pause.

Das zweite Völkerballturnier der Jugendfeuerwehr Bünde hat eine der beiden Mannschaften von uns dann auch noch gewonnen. Erstaunlich, war tags zuvor doch schon besagte Wasserballaktion.

Die Nikolausralley war dieses Mal im Ortsteil Pödinghausen. Der Jugendausschuss hatte wieder einige Aufgaben vorbereitet und belohnte alle mit mehr oder weniger Schokolade, je nach Platzierung halt.

Zum Jahresabschluss gab es einen Foto- und DVD-Abend. Die Fotos zeigten die Aktionen vom vergangenen Jahr und als Film wurde der von den Simpsons ausgewählt. Kulinarisch gab es noch mal reichlich. Leckerer Kasseler- und Zwiebelbraten nebst Beilagen und mit Eis als Nachtisch ließen den letzten Dienst äußerst satt beenden.

Feuerwehrtechnisch beschäftigten wir uns in 2011 unter anderem mit dem Löscheinsatz mit unterschiedlichen Strahlrohren, den Wasserentnahmestellen, den Knoten & Stichen, den tragbaren Leitern und der Funktechnik. Außerdem stand die Unterweisung über die Unfallverhütungsvorschriften auf dem Dienstplan.

Aber nicht nur die Jugendlichen genossen Ausbildung, auch die Betreuer/innen. Melanie Schneider nahm am Seminar Lager und Fahrten und Christian Kley, Christian Lange sowie Robin Scheffer besuchten das Seminar Erlebnispädagogik. Sämtliche Fortbildungen fanden auf Kreisebene statt.

Enger, 20. Januar 2012

gez. Christian Vogt - Stadtjugendfeuerwehrwart -
gez. Stefan Dehne - Jugendsprecher -