Jahresbericht 2005 der Jugendfeuerwehr der Stadt Enger

Enger, 20. Januar 2006

Zu Beginn des Jahresberichtes zunächst die statistischen Daten zur Jugendfeuerwehr der Stadt Enger zum Stichtag 31. Dezember 2005:

Insgesamt wurden 22 Dienstveranstaltungen in 2005 absolviert. Dabei ist eine durchschnittliche Dienstbeteiligung von 75,1 % erreicht worden. Des Weiteren waren 7 Sonderdienste, u. a. bei Veranstaltungen der anderen Jugendfeuerwehren im Kreis Herford, angesetzt.

In 2005 wechselten acht Mitglieder in die aktive Wehr. Drei Mitglieder verließen aus unterschiedlichen Gründen die Jugendfeuerwehr. Demgegenüber standen 24 Neuaufnahmen im Laufe des Jahres. Somit beträgt die Mitgliederzahl insgesamt 43 Jugendliche, 33 Jungen und 10 Mädchen.

Der derzeitige Stadtbrandinspektor und ehemalige Jugendwart Heinz Jürgen Tomann ist Ehrenmitglied in der Jugendfeuerwehr der Stadt Enger.

Als fördernde Mitglieder unterstützen insgesamt 10 Personen die Jugendfeuerwehr finanziell.

Neben dem Stadtjugendfeuerwehrwart Christian Vogt und seinem Stellvertreter Arndt Höpker waren im verflossenen Jahr 14 weitere Betreuer und zwei Betreuerinnen aus sämtlichem Löschzügen und -gruppen der Stadt Enger für die Jugendfeuerwehr aktiv.

Es folgt der Rückblick auf die wichtigsten Aktivitäten und Veranstaltungen im Jahr 2005:

Gestartet wurde wie in jedem Jahr mit der Tannenbaumsammelaktion in Enger-Mitte. Unterstützung erhielten wir erneut von den Mitgliedern des Löschzuges Enger.

Aus den Einnahmen der Aktion wurden unter anderem dann im Frühjahr neue Sweatshirts mit Stickwappen beschafft. Die alten bedruckten Sweatshirts waren doch größtenteils so aufgetragen, dass nach acht Jahren ein Ersatz nötig war.

Die Neubeschaffung war auch deswegen erforderlich, da im Februar der Großteil der Neuaufnahmen in die Jugendfeuerwehr erfolgte. Nachdem über 20 Jugendliche auf der Warteliste standen, mussten Maßnahmen ergriffen werden. Wenn man bedenkt, dass wir im Jahr 2004 nur vier Neuzugänge hatten, kommt die Zahl mit insgesamt 24 Neuen einer Neugründung gleich. 1992 wurde zur Gründungsversammlung mit 25 Mitgliedern gestartet.

Nach einem Jahr Pause startete im März wieder unser Volleyballturnier für die Jugendfeuerwehren im Kreis Herford. Da wir den Ablauf verändert hatten, konnten fast alle Mannschaften bis zum Ende spielen. Die Siegerehrung war dadurch spannender geworden, die Bekanntgabe des Erstplatzierten erfolgte somit erst zuletzt.

Im April war der Tag der offenen Tür des Löschzuges Dreyen. Hierbei konnten einige Mitglieder der Jugendfeuerwehr der Stadt Enger aus den Ortsteilen Dreyen und Westerenger bei der Demonstration eines Brandes von Holz und Stroh den Besuchern den Einsatzzweck von diversen Strahlrohren anschaulich vorführen.

Ende Juni konnte die Löschgruppe Westerenger ihr neues Gerätehaus beziehen. Am Tag der offiziellen Übergabe konnten die Jugendlichen der Truppe, welche bereits in Dreyen aktiv gewesen war, nochmals eine Übung der Bevölkerung demonstrieren.

Ebenfalls im Juni war Hannover Treffpunkt der Feuerwehren aus aller Welt. Die Fachmesse Interschutz, welche alle fünf Jahre statt findet, war auch Reiseziel der Jugendlichen aus Enger. Informationen und Aktionen rund um die Feuerwehr, dem Rettungsdienst und dem Katastrophenschutz sowie erstmals auch über polizeitechnische Dinge konnten sich unsere Mitglieder holen und anschauen.

Kurz vor den Sommerferien hatten wir dann Großalarm: Bei der Firma Störmer Küchen in Westerenger galt es einen fiktiven Brand zu löschen. Mit zahlreichen Strahlrohren, darunter auch Schaum, wurde dem „Feuer“ zu Laibe gerückt. Den Abschluss der Übung bildete ein Grillabend am neuen Gerätehaus in Westerenger.

Heiß begann das Kreiszeltlager am Nord-Süd-Camp nördlich von Hannover. Doch schon in der Nacht auf Samstag zog Regen mit nur einem Blitz und Donner auf und der August zeigte sich von seiner eher trüben Wetterseite. Dennoch hatte es Spaß gemacht und der Schlaf kam wie immer zu kurz. Ein Highlight ist natürlich immer wieder die Verpflegung. Einen Braten samt Zubehör, serviert aus dem Feldkochherd, bekommt man halt nicht jeden Tag.

Der Oktober hatte gleich zwei Premieren:

Zum einen organisierten die Betreuer erstmalig einen BF-Tag. 24 Stunden-Dienst wie bei der Berufsfeuerwehr. Ausbildung, Pflegedienst, Küchendienst, Bereitschaftszeit und natürlich Einsätze. Ein abwechslungsreiches Programm hatten die Jugendlichen zu absolvieren. Gelohnt hatten sich die wochenlangen Vorbereitungen, wollten doch alle jungen Teilnehmer nur noch solche Dienste auf dem Plan haben. Das wird nicht gehen. Allerdings werden im Herbst 2006 wohl sämtliche Mitglieder der Jugendfeuerwehr die Möglichkeit dazu bekommen und nicht nur die Älteren wie bei diesem ersten Test.

Die zweite Premiere war das Volleyballturnier für alle Löschzüge und Löschgruppen, sowie der Jugendfeuerwehr der Stadt Enger. Da der Feuerwehrtreff in den Vorjahren doch etwas „schlapp“ war, kam der Gedanke ihn aufzupeppen. Also standen sich die einzelnen Mannschaften aus den Ortteilen am Netz gegenüber. Viele ehemalige JF´ler fanden sich unter den Spielern wieder und nach rund drei Stunden stand der Löschzug Dreyen als Sieger fest. Schön war auch, dass unsere Jugendlichen trotz der Überzahl an aktiven Feuerwehrleuten, nicht den letzten Platz belegt haben.

Die Nikolausralley Anfang Dezember fand erstmalig nicht in Enger-Mitte, sondern in Westerenger statt. Auch das Wechseln des Veranstaltungsortes für diese Aktion sollten wir in den kommenden Jahren beibehalten.

Der Jahresabschluss war 2005 auch neu gestaltet. Statt Spieleabend mit Pizza gab es einen ausgedehnten Frühstücksbrunch mit Schneeballschlacht.

Weitere Veranstaltungen, an denen Mitglieder der Jugendfeuerwehr teilnahmen, waren…

  • … die Schlauchbootwettfahrt der Löschgruppe Bünde-Ahle
  • … der Orientierungslauf der Jugendfeuerwehr Vlotho
  • … der Kreispokal Spiel ohne Grenzen der Jugendfeuerwehr Löhne-Obernbeck
  • … das Seifenkistenrennen der Jugendfeuerwehr Löhne-Oberbeck
  • … die Jubiläumsveranstaltungen
  • zum 15jährigen der Jugendfeuerwehr Löhne-Bahnhof
  • und zum 15jährigen der Jugendfeuerwehr Hiddenhausen-Eilshausen

Außerdem besuchte man das Freizeitbad H2O in Herford.

Bei den feuerwehrtechnischen Übungsdiensten beschäftigte man sich u. a. mit den Sonderfahrzeugen im Stadtgebiet Enger, dem Löscheinsatz mit unterschiedlichen Strahlrohren und Wasserentnahmestellen, der Wasserförderung über lange Wegstrecke, sowie den Geräten zur technischen Hilfeleistung. Außerdem wurden über Brandmeldeanlagen und Brandschutz in Gebäuden informiert sowie die Themen Brenn- und Löschvorgang, Knoten und Stiche, sowie tragbare Leitern behandelt. Die Unterweisung über die Unfallverhütungsvorschriften hatte das Thema Gefahren an Feuerwehrfahrzeugen zum Schwerpunkt.

Zwei Betreuer nahmen an Lehrgängen auf Kreisebene teil. So waren Christian Kley beim Seminar Wettbewerbe und Heiko Janßen beim Seminar Rechtsfragen in der Jugendarbeit.



Enger, 20. Januar 2006

Christian Vogt - Stadtjugendfeuerwehrwart -
André Dehne - Jugendsprecher -