Aktuelle News und Presseberichte des Löschzuges Enger-Mitte

Hier finden Sie aktuelle News vom und Presseberichte über den Löschzug Enger-Mitte als Blog aufgelistet.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel nw) und das Westfalen-Blatt (Kürzel wb) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

letzter Einsatz

25.04.2017 
Oelspur beseitigt 

nächster Dienst

nächster Termin



Feuer und Flamme für Ostern

NW 26.04.2011

Enger/Spenge. Zunächst züngeln die Flammen lautlos an dem Holz empor, spenden Licht und Wärme. Doch dann: Wusch. Unter lautem Tosen breitet sich das Feuer aus. Der ganze Haufen steht in Flammen. Die Hitze-Entwicklung ist enorm. Staunend beobachten Justin und Samuel das Schauspiel. "Toll", sagt Samuel begeistert. Das Osterfeuer am Freibad in Lenzinghausen ist nur eines von vielen. In ganz Enger und Spenge vertrieben am Osterwochenende zahlreiche Feuer nach altem Brauch endgültig den Winter.

Das Holzmaterial brennt wie Zunder. Michael Bergemann, Leiter der Jugendfeuerwehr Lenzinghausen, erklärt, warum: "Nach der langen Trockenheit ist der Baumschnitt total ausgetrocknet." Deshalb ist auch die Hitzeentwicklung sehr hoch. Seit 29 Jahren richtet der Obst- und Gartenbauverein das Osterfeuer aus. "Und dieses Brauchtum wollen wir weiterhin erhalten", erklärt Annegret Richter, erste Vorsitzende. Dieses Mal setzt die Jugendfeuerwehr Lenzinghausen nach einem Fackelzug das Osterfeuer in Brand. Dabei begleitet sie der Posaunenchor unter der Leitung von Heinz Schlüter. Martin Müller vom Gartenbauverein verteilt aus einem Korb farbenfrohe Ostereier und Renate Potthost, Annelies Schaten und Susi Fliege schenken "Heiße Oma" aus, einen Mix aus Schnaps und Kaffee.

In Oldinghausen brennt am Schützenverein nicht nur ein Feuer. Denn hier haben die Freiwillige Feuerwehr und der Schützenverein gleich zwei Osterfeuer organisiert: Das große, dessen Flammen mehrere Meter hoch schlagen, und ein kleines. An dem herrscht Lagerfeuerstimmung. In einer runden Metallschale flackern kleine Flammen, über denen Marvin, Nico, Jan-Luca, Finn, René, Felix und Jonas frisches Stockbrot backen. Astrid Hüffermann von den Schützen erklärt: "Für den Teig haben wir acht Kilogramm Mehl verarbeitet." Für 190 Portionen reiche das. Marvin kostet von seinem noch warmen Stockbrot: "Richtig gut." Zahlreiche Besucher sind vorbei gekommen. Astrid Hüffermann freut sich über die Resonanz: "Dieses Jahr ist unser Osterfeuer so gut besucht wie schon lange nicht mehr."

Auch in Dreyen vertreibt ein Osterfeuer den Winter. Schon von weitem sind die Flammen und der aufsteigende Rauch zu sehen. Hier feiert der Sportverein mit vielen fröhlichen Gästen, spielenden Kindern und Getränken. "Ganz traditionell veranstalten wir das Osterfeuer schon seit mehreren Jahren", erklärt Andreas Rosenwirth, erster Vorsitzender des Sportvereins. "Das Feuer ist das einzige in Dreyen." Auf das gemütliche Beisammensein komme es dem Verein an. "Wir haben das Osterfeuer nicht nur für Vereinsmitglieder, sondern auch für die Leute und Kinder aus dem Ort organisiert." Er ergänzt: "Damit alle zusammen feiern."In Wallenbrück sind es die örtlichen Brandbekämpfer, die Feuerchen machen: Ordentlich gestapelt brennen die Holzscheite vor dem Gerätehaus der Löschgruppe. Immer wenn das Feuer abzubrennen scheint, legen sie ein wenig Holz nach. Die Festgemeinschaft lauscht derweil dem Männerchor Polyhymnia. Nach dem Auftritt mischen sich die Sänger fröhlich unter die klönenden Besucher. Denen gefällt der Ostersonntag vor dem Gerätehaus richtig gut. Klar, das Feuerchen der Wallenbrücker ist vielleicht nicht das größte - aber darauf kommt es auch gar nicht an. Osterfeuer sind gemütliche Zusammenkünfte. Da geht’s um die Gemeinschaft.

Das betont auch Peter Haeublein vom TUS Bardüttingdorf-Wallenbrück: "Wir richten dieses Jahr das Osterfeuer in Bardüttingdorf aus - und zwar nicht um viel zu verkaufen, sondern um die Dorfgemeinschaft zu stärken." Mit zwölf engagierten Festausschussmitgliedern schaffen die Sportler eine gemütliche Atmosphäre am Bardüttingdorfer Sportplatz. So können die Erwachsenen speisen und trinken, während die Kinder am Glücksrad drehen. "Los, die Zehn, bitte die Zehn", fiebert Justin mit - er hat sich in einen der Preise verguckt. Einen kleinen Trostpreis gibt es aber in jedem Fall. Vom Anblick des gut drei Meter hohen Feuers, das beinah idyllisch vor der rotschimmernden Abendsonne flackert, will sich niemand so rasch trennen.

Das Osterfeuer in Enger-Mitte soll wieder eine feste Größe werden. Darüber sind sich der Löschzug Enger, der es veranstaltet, und die Bürgerinnen und Bürger einig. Bei bestem Wetter lockt es mehr als 700 Besucher auf den Platz gegenüber des Gartenhallenbades.

"Wir sind vollends zufrieden über die positive Resonanz", freut sich Löschzugführer Arndt Höpker, der mit seiner Truppe jetzt zum zweiten Mal Organisation und Brandsicherung übernahm, nachdem es viele Jahre in Enger-Mitte kein Osterfeuer gegeben hat. Während es sich die Erwachsenen am Feuer bei Bratwurst und kühlen Getränken gut gehen lassen, gibt es für die Kinder die Möglichkeit, Stockbrote zu backen.

Tradition seit mehr als 25 Jahren ist das Osterfeuer in Belke-Steinbeck auf dem Hof der Familie Lange. Das gesellige Beisammensein lockt rund 300 Besucher an. "Man trifft sich, es ist das erste große Event im Jahr in Belke-Steinbeck", sagt Gastgeber Wolf Lange. "Das macht bei gutem Wetter natürlich besonders Spaß", sagt Michael Berg, Leiter der Löschgruppe Enger-Nord, die für die Brandsicherung verantwortlich ist.

Kerzengerade steigt der Rauch des Feuers in Hücker-Aschen empor. An der Mühle sitzen die Hückeraner in geselliger Runde bei Bratwurst, Pommes und Getränken zusammen. Hannelore Husemann erfreut die Kinder mit bunten Ostereiern und Schoko-Osterhasen. "Es ist hervorragend. Wir haben bei dem herrlichen Wetter hunderte Besucher", sagt Heinz Elling, 1. Vorsitzender des Heimatvereins. "Ich bin extra aus Friesland zu meinen Freunden gekommen, um das Osterfeuer anzugucken. Es ist wunderbar hier", schwärmt Frank Streßel. Seit fast 40 Jahren organisiert der Heimatverein das Osterfeuer. Die Löschgruppe Hücker-Aschen schiebt seither Brandwache. Da immer mehr Bürger aus Hücker und der Umgebung zum Osterfeuer kamen und der Arbeitsaufwand umfangreicher wurde, stiegen die Blauröcke 2007 mit ins Organisationsteam ein. "Unsere Zusammenarbeit klappt problemlos, ganz getreu unserem Motto "Geteilte Arbeit - doppelte Freude", sagt Elling.

TEXT: JULIA GESEMANN, STEFANIE BOSS, DOMINIK LENZE UND VIKTORIA SCHMEDING | QUELLE: Neue Westfälische