Feuerwehraktionstag 24.09.2017

Aktuelle News und Presseberichte des Löschzuges Enger-Mitte

Hier finden Sie aktuelle News vom und Presseberichte über den Löschzug Enger-Mitte als Blog aufgelistet.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel nw) und das Westfalen-Blatt (Kürzel wb) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

letzter Einsatz

13.09.2017 
Baum auf Radweg 

nächster Dienst

nächster Termin



15 Minuten bis zur Rettung - Löschzug Enger probte bei Firma Horndruck den Ernstfall

nw 06.08.2004

Enger (ani). "Bei Horndruck brennt es!" – Dies waren die Worte, die die Feuerwehrmänner des Löschzuges Enger aus ihren Dienstalltag rissen. Was zu diesem Zeitpunkt noch niemand wusste: Hinter dieser Aussage verbirgt sich eine nicht angekündigte Feuerwehrübung mit fünf Verletzten.

Wie gewohnt trafen sich die Feuerwehrmänner am Freitagabend im Gerätehaus, um dort den wöchentlichen Dienst auszuüben. Doch ein Anruf änderte das übliche Programm: "Bei Firma Horndruck brennt es. Fünf Personen befinden sich noch in dem Gebäude." Sofort ließen die Feuerwehrmänner alles stehen und liegen. Rasch verteilten sie sich auf drei Autos und rüsteten sich während der Fahrt mit Atemschutzmasken aus.

Währenddessen nebelten der Feuerwehrmann Christian Vogt und der Firmenbesitzer Siegfried Müller die abgedunkelte Produktionshalle und das Büro sowie die Aufenthaltsorte der Druckerei ein. Dann hieß es: "Auf Position! Sie kommen."

Es dauerte keine fünf Minuten, bis der erste Atemschutz-Trupp einsatzbereit war. Unter der Leitung von Stefan Lewe konnte die Übung beginnen: Vorsichtig öffneten Jens Hüsemann und Sebastian Huschenbeth die Eingangstür. Geduckt schlichen sie von Raum zu Raum und überprüften diese mit der Wärmebildkamera. Kurz darauf kam Verstärkung: Felix Herdenreich und Dennis Lange sowie Stephan Laege und Alexander Jaschke unterstützten das vorangegangene Team, ausgerüstet mit Atemschutzmasken. Weitere Feuerwehrmänner warteten draußen auf die eingesetzten Trupps und kontrollierten den Druck der Sauerstoffflaschen, um die Sicherheit der Kameraden zu gewährleisten.

Christian Vogt erzählt: "Heute testen wir den Atemschutzeinsatz sowie die Atemschutzüberwachung. Außerdem probieren wir die Wärmebildkamera nochmals aus." Im Nachhinein scheint er zufrieden mit der Arbeit seiner Kollegen zu sein. Sein Fazit: "Es hat sehr gut funktioniert, auch wenn durch die Sommerferien wenig Personal da war." Immerhin: Insgesamt traten am Wochenende 18 Feuerwehrmänner ihren Dienst an.

Ein Trupp schlich sich vorsichtig in das Büro der Firma Horndruck. Hier stießen sie auf den Besitzer Siegfried Müller, der vor dem Brand ein "Kundengespräch" mit Heinz Rüsing geführt hat. Entspannt saßen sie auf ihren gepolsterten Bürostühlen und warteten auf Rettung durch die Feuerwehr.

Eine ironisch wirkende, aber durchaus ernst gemeinte und pflichtbewusste Frage der Feuerwehrmänner löste ein Grinsen auf den Gesichtern der Anwesenden aus: "Sind Sie verletzt? Können Sie alleine gehen oder brauchen Sie eine Liege?"

Währenddessen rettete das andere eingesetzte Team die 21-jährige Anja Müller, die gerade an einer Maschine gearbeitet hatte. Sie stellte eine Schwerverletzte dar, die eine Trage benötigte. Kurz darauf wurden die anderen beiden Brandopfer gerettet. Während Margret Müller ebenfalls auf eine Liege wartete, konnte Renate Rüsing noch auf eigenen Beinen stehen.

"Das zu erleben war schon gut", verrät Margret Müller nach ihrer neuen Erfahrung zwischen Nebel und Dunst. Trotz der Hitze, die in dem Gebäude wesentlich stärker ausgeprägt war als draußen, ließen sich die Helfer die Laune nicht verderben. "Ich find das sehr interessant hier", so Renate Rüsing.

Lobenswert ist auch das Tempo der Feuerwehr. In weniger als 15 Minuten waren alle Brandopfer gerettet und das Feuer gelöscht. "Die Vorbereitungen waren länger als der Einsatz selbst", schmunzelt Christian Vogt. Parallel dazu fand eine Wasserübung statt. Einige Feuerwehrmänner holten durch einen Schlauch Löschwasser aus dem Bolldammbach. Dieses Wasser wurde zu einer Spritze, die sich auf dem Dach des Löschfahrzeuges befand, geleitet und umgehend zum Löschen der fiktiven Feuerstelle genutzt.

Eine Wasserübung findet recht selten statt: Denn meistens ist nicht unmittelbar ein Fluss oder ein Bach an dem Übungsort. Schließlich will man das städtische Wasser aus den Hydranten nicht unnötig vergeuden.

Abschließend konnte Christian Vogt nur eins sagen: "Es hat super geklappt. – Hervorragend!"