Aktuelle News und Presseberichte des Löschzuges Enger-Mitte

Hier finden Sie aktuelle News vom und Presseberichte über den Löschzug Enger-Mitte als Blog aufgelistet.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel nw) und das Westfalen-Blatt (Kürzel wb) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

letzter Einsatz

23.05.2017 
Brandmeldeanlage ausgelöst 

nächster Dienst

nächster Termin



Vierter Brand bei Puhlmann: Polizei entdeckt Nachtlager und offene Feuerstelle in früherer Polstermöbelfabrik

nw 08.03.2006

Enger. Die Feuerwehr kennt sich auf dem Gelände bereits bestens aus. Gestern Morgen wurde sie erneut zu einem Brand in einem leerstehenden Gebäude der früheren Polstermöbelfabrik Puhlmann an der Niedermühlenstraße gerufen. Dieses Mal brannte der Dachboden. Der vierte Einsatz innerhalb eines halben Jahres.


Am Abend vor dem Dachboden-Brand musste die Feuerwehr eine brennende Matratze löschen. Im September des vergangenen Jahres war es zunächst eine Holztrennwand, wenige Tage später die Rohrisolierung einer nicht mehr genutzten Absauganlage, die in Flammen aufgegangen waren. In allen Fällen vermutet die Polizei Brandstiftung als Ursache.

Als gestern Morgen kurz vor 7 Uhr die Löschzüge Enger und Dreyen anrückten, drang dichter Rauch aus dem Dachbereich des in Richtung "Hofgarten" liegenden Gebäudes. Ein Trupp mit Atemschutzgeräten konnte in der ehemaligen Fabrik bis zum Brandherd im Obergschoss vordringen. Zum Einsatz kam auch die Drehleiter aus Dreyen. "Die Decke im oberen Bereich ist durch den Brand stark beschädigt und teilweise einsturzgefährdet", sagte der Engeraner Feuerwehrchef Heinz Jürgen Tomann. Entsprechend vorsichtig mussten die Feuerwehrleute bei den Löscharbeiten vorgehen.

Nach Angaben eines Sprechers der Kreispolizeibehörde hat die alarmierte Streifenwagen-Besatzung ein Nachtlager in dem alten Gebäude vorgefunden. Neben Lebensmitteln hätten die Beamten auch eine offene, kalte Feuerstelle entdeckt. "Offenbar ist hier jemand fahrlässig mit Feuer umgegangen", vermutet der Polizeisprecher.

Nach Ansicht der Polizei und auch der Stadt Enger muss das alte Fabrikgebäude – nicht zuletzt wegen der Einsturzgefahr der Decke – dringend gesichert werden. "Hiermuss der Eigentümer sofort etwas unternehmen", sagte Manfred Redeker, im Engeraner Rathaus Leiter des städtischen Fachbereichs Sicherheit und Ordnung. Ein so großes Gelände samt Fabrikgebäuden hundertprozentig abzuriegeln, wird vermutlich kaum möglich sein. Nach Meinung von Manfred Redeker müssen aber zumindest die vier Außentüren des großen Gebäude-Komplexes gesichert werden. Denkbar sei auch, einen stabilen Bauzaun aufzustellen. "Für Außenstehende muss deutlich erkennbar sein, dass sie hier nichts zu suchen haben."

Die Vermutung, dass in der alten Fabrik Leute übernachten, gibt es schon länger. "Aber auch für Kinder ist der Bereich kein Abenteuerspielplatz, zumal jetzt eben auch eine Decke einsturzgefährdet ist", warnt der Fachbereichsleiter.

Gerd Puhlmann, einer von vier Eigentümern des Geländes an der Niedermühlenstraße, verschaffte sich gestern Morgen selbst ein Bild von der Situation vor Ort. Der Seniorchef des Engeraner Polstermöbel-Unternehmens, das seit Jahren an der Bünder Straße produziert, beriet sich mit Polizei und Feuerwehr über das weitere Vorgehen zur Absicherung des Geländes.

Nach Angaben von Gerd Puhlmann hat eine Wiesbadener Gesellschaft eine Kaufoption auf das Gelände an der Niedermühlenstraße. Geplant ist hier, einen weiteren Verbrauchermarkt (800 bis 1.000 Quadratmeter), einen Getränkemarkt und einen Textil-Discounter anzusiedeln. Die Verkaufsfläche soll insgesamt 1.800 Quadratmeter betragen.

 

2006-03-08 1

Rauch dringt aus dem Dachstuhl der früheren Fabrik an der Niedermühlenstraße. Die Löscharbeiten werden von der Besatzung der Dreyener Drehleiter unterstützt.

 

TEXT: EKKEHARD WIND | FOTO: EKKEHARD WIND | QUELLE: Neue Westfälische