Aktuelle News und Presseberichte des Löschzuges Enger-Mitte

Hier finden Sie aktuelle News vom und Presseberichte über den Löschzug Enger-Mitte als Blog aufgelistet.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel nw) und das Westfalen-Blatt (Kürzel wb) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

letzter Einsatz

23.05.2017 
Brandmeldeanlage ausgelöst 

nächster Dienst

nächster Termin



Polizei vermutet Brandstiftung: 80.000 Euro Sachschaden bei Wohnhausbrand in Westerenger

nw 20.05.2006

Enger-Westerenger. Der stellvertretende Engeraner Feuerwehr-Chef Michael Rogowski wäre am Samstag Nachmittag auch gerne auf dem Kreisfeuerwehrfest in Lenzinghausen gewesen. Doch als gegen 17 Uhr in der Leitzentrale in Eilshausen der Alarm aufläuft, dass ein großes Wohn- und Geschäftshaus an der Spenger Straße mitten in Westerenger brennt, hat er sofort ein ungutes Gefühl. Der Riesenkasten (Ostheider) steht seit eineinhalb Jahren leer und wird häufig von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt. Das bedeutet Vollalarm für die gesamte Engeraner Wehr.

Mit 76 Einsatzkräften und allen wichtigen Fahrzeugen rückt die Engeraner Wehr an. Das Feuer ist im Dachgeschoss des dreigeschossigen Hauses ausgebrochen. Der Dachstuhl steht in Flammen. Größere Gruppen von Jugendlichen ziehen unten bestens versorgt mit Alkohol am Einsatzort vorbei und kommen immer wieder zurück.

Nach Angaben des Einsatzleiters wird zunächst so weit wie möglich untersucht, ob sich noch Menschen im Gebäude aufhalten. Das große Haus ist durch mehrere Zugänge für jedermann offen. Es soll dem Vernehmen nach demnächst abgerissen werden, die Genehmigung dafür soll bereits vorliegen.

Die Feuerwehr greift den Brandherd von außen über die große Drehleiter an. Die Dachhaut wird im hinteren Teil und an der Seite geöffnet. Es besteht die Gefahr, dass das Feuer komplett durchzündet und unterUmständen auf benachbarte Gebäude in Richtung Westerenger übergreift. Zu diesem Zeitpunkt ist ein Innenangriff über die Treppenhäuser zu riskant.

Die Löschzüge Enger und Enger-Nord sowie die Löschgruppe Oldinghausen/Pödinghausen können abrücken, als das Feuer weitgehend unter Kontrolle ist. Dreyen und Westerenger bleiben im Einsatz

Michael Rogowski ist selbstverständlich darüber informiert, dass an diesem Nachmittag eine Sturmwarnung ausgegeben worden ist. Das macht nicht nur den Einsatz seiner Männer gefährlicher, sondern birgt die Gefahr, dass vom inzwischen arg beschädigten Dach Dachpfannen auf Straße und Gehweg stürzen und dort Menschen verletzten könnten. Daher wird die Spenger Straße komplett von 17 bis 22 Uhr gesperrt.

Zusammen mit Männern vom Engeraner Bauhof wird ein Bauzaun angebracht, um zu verhindern, dass der Bürgersteig von Passanten genutzt wird. Die Türen des außen wie innen stark verlotterten Hauses werden so gut es geht verbarrikadiert

Die Polizei nimmt mit Brandsachverständigen die Ermittlungen auf. Spätestens seit der aktuellen Engeraner Debatte über die Schwierigkeiten von verschiedenen Gruppen von Jugendlichen, angemessene Räume zu finden, in denen sie sich aufhalten können, ist bekannt, dass dieses Haus häufig wie ein "Abenteuerspielplatz" genutzt wird. Nach Angaben von Einsatzkräften sind viele Räume in dem Haus schlicht und einfach verwüstet.

Das Haus ist nach Auskunft der Feuerwehr nicht mehr an das Stromnetz angeschlossen. Die Ermittler gehen daher "zu 80 Prozent von Brandstiftung aus", heißt es sofort unter den Einsatzkräften an der Spenger Straße. Der Schaden wird vorerst auf 50.000 bis 80.000 Euro geschätzt.

 

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Großer Schaden: Der Dachstuhl des Wohn- und Geschäftshauses ist weitgehend zerstört. Die Feuerwehr musste wegen einer Sturmwarnung für den Sonntag weite Flächen des Daches von Hand abtragen, um weitere Schäden und Unfälle unten auf der Straße zu vermeiden.
FOTO: SCHMIDT

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Glutnester: Die Schieferfassade des Giebels musste mehrfach sorgfältig von der Feuerwehr untersucht werden.
FOTO: MENZEL

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Löschangriff: Der Brand konnte erst nur von außen bekämpft werden. Ein Innenangriff war für die Männer zu gefährlich.
FOTO: SCHMIDT

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Offen:Das Haus konnte durch mehrere Türen betreten werden.

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Nass: Regen und Löschwasser mischen sich.
FOTO: MENZEL.

 

TEXT: HOrst Chudzicki | Foto: Menzel/schmidt | QUELLE: Neue Westfälische