Aktuelle News und Presseberichte des Löschzuges Enger-Mitte

Hier finden Sie aktuelle News vom und Presseberichte über den Löschzug Enger-Mitte als Blog aufgelistet.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel nw) und das Westfalen-Blatt (Kürzel wb) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

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Wasser überflutet Straßen und Keller: Feuerwehren in Enger und Spenge müssen zu 55 Unwettereinsätzen ausrücken

nw 27.06.2006

Enger/Spenge. "Uns in Spenge hat es kräftig getroffen", bilanzierte Norbert Ewering am Tag nach dem Unwetter. Starke Regenfälle am Sonntagabend überfluteten Straßen, Keller liefen voll, Bäume stürzten um. Nach Angaben des Spenger Feuerwehrchefs mussten seine Leute zu insgesamt 35 Unwettereinsätzen ausrücken.

"Noch vor einer Woche haben wir ein neu eingeführtes Einsatzunterstützungssystem bei Unwetterlagen überprüft", erklärt Ewering. Die Spenger Wehr könne - wenn nicht gerade ein Brand zeitlich dazu käme - aufgrund ihrer Ausrüstung etwa zehn Unwettereinsätze gleichzeitig bewältigen. "Die Zahl wurde am Sonntag bei weitem übertroffen", betonte der Feuerwehrchef. So sei es letztendlich die Kunst der Einsatzleitung, die Einsätze nach Prioritäten zu sichten und abzuarbeiten. Hierbei werden die Mitglieder der Einsatzleitung ab sofort von einem Plantafelsystem unterstützt.

Um 19.21 Uhr musste die Spenger Wehr am Sonntag zum ersten Mal raus. Auf dem Grundstück der Grundschule Spenge war eine Birke auf die Straße gestürzt. Zur gleichen Zeit war die Fahrbahn der Ravensberger Straße im Einmündungsbereich der Engerstraße überflutet.

Ab 21.30 Uhr kam es dann ganz dick für die Wehr der Stadt Spenge. Bis 3 Uhr morgens waren rund 80 Feuerwehrleute aus allen Einheiten (Spenge, Lenzinghausen, Bardüttingdorf, Wallenbrück und Hücker-Aschen) mit weiteren 33 Einsätzen beschäftigt.

In sechs Fällen waren Straßen überflutet oder mit Schlamm überspült worden (Haller Straße, Kiensiek, Mühlenburger Straße, Werther Straße). "Teilweise lag der Schlamm 50 Zentimeter dick auf der Fahrbahn und war natürlich eine Gefahr für den Straßenverkehr", sagte Ewering. Mit Hilfe von Schaufeln und Wasserstrahlrohren konnten die Feuerwehrleute die Schlammschichten entfernen.

In 26 Fällen standen Gebäude unter Wasser, teilweise mit von Äckern abgespültem Lehmboden vermischt. "Von zehn Zentimeter bis zu einem Meter reichte die Wasserhöhe", erläuterte Ewering.

Besonders schlimm hatte es einen Betrieb an der Mühlenburger Straße erwischt. ZweiPkw standen hier vollkommen im Wasser, der Betrieb war überflutet.

In Enger musste die Feuerwehr insgesamt 20. Mal ausrücken. Besonders arg hatte es einen Anwohner in Westerenger getroffen. Da nach Angaben von Feuerwehrchef Heinz-Jürgen Tomann ein Rohrleitungssystem verstopft war, wurde das Grundstück und schließlich der Keller eines Hauses überflutet. Der Feuerwehr gelang es, das nachströmende Wasser in einen Teich umzuleiten, bevor der Keller wieder leer gepumpt werden konnte. "Nordholz, Spenger Straße und an der Arndtstraße waren weitere Einsatzschwerpunkte", sagte Tomann und fügte hinzu: "Bis auf Herringhausen, Belke-Steinbeck und Besenkamp waren wir in allen Ortsteilen bis etwa 1.30 Uhr beschäftigt."

 

2006-06-27-1

Ein Spenger Feuerwehrmann sucht an der Ravensberger Straße nach dem Abflussschacht, der offenbar verstopft ist. Innerhalb kürzester Zeit hat der kräftige Gewitterregen die Straße überflutet. Die Polizei sichert die Gefahrenstelle mit Pylonen ab.

 

TEXT: EKKEHARD WIND | Foto: FEUERWEHR | QUELLE: Neue Westfälische