Feuerwehraktionstag 24.09.2017

Aktuelle News und Presseberichte des Löschzuges Enger-Mitte

Hier finden Sie aktuelle News vom und Presseberichte über den Löschzug Enger-Mitte als Blog aufgelistet.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel nw) und das Westfalen-Blatt (Kürzel wb) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

letzter Einsatz

13.09.2017 
Baum auf Radweg 

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"Ich weiß nicht, ob jemand drin ist": Feuerwehr Enger probt den Ernstfall auf dem Gelände der Firma Holzbau Lepper

nw 10.07.2006

Enger. Geschäftsführer Marco Lepper griff am Freitagabend um 19.45 Uhr höchstpersönlich zum Telefon, um den Brand eines Gabelstaplers in seinem Zimmereibetrieb an der Jöllenbecker Straße zu melden. Die Leitstelle war über die geplante Übung der Feuerwehr Enger informiert, und alarmierte den Löschzug Enger sowie die Löschgruppe Oldinghausen-Pödinghausen. Bereits wenige Minuten später waren die Blaulichter der Feuerwehrautos durch die Bäume zu erkennen, und kurz darauf sprangen die ersten Feuerwehrleute aus den Fahrzeugen.

Noch wusste keiner der alarmierten Kameraden, dass es sich nur um eine Übung handelte. Lediglich Oberbrandmeister Andreas Mulack und Brandinspektor Stephan Koltermann, die die Übung organisiert hatten, sowie Löschzugführer Eckhard Laege und Stadtbrandinspektor Heinz-Jürgen Tomann waren eingeweiht. Doch spätestens als die Einsatzkräfte die Rauchbombe vor der Holzhandlung sahen, war klar: Heute wird der Ernstfall nur geprobt.

Das Szenario, das sich Mulack und Koltermann ausgedacht hatten, sah vor, dass ein Stapler des Zimmereibetriebes Feuer gefangen hatte und umgekippt war. Die auslaufenden Kraftstoffe hatten sich entzündet und liefen nun brennend auf die Lagerhalle zu, in der sich unter anderem Gasflaschen befanden.

Einsatzleiter Christian Vogt erhielt von Besitzer Marco Lepper einen ersten Überblick über die Situation. "Ich weiß nicht, ob da noch jemand drin ist", verschärfte Lepper den Zeitdruck auf die Feuerwehrleute.

Schnell wurden die ersten Schläuche verlegt und die imaginären Flammen konnten gleich von mehreren Seiten aus bekämpft werden.

Mit insgesamt 25 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen war die Engeraner Wehr angerückt. Neben der Brandbekämpfung sicherten die Feuerwehrleute auch die Gasflaschen in der Lagerhalle und kühlten diese. Unter Atemschutz und ausgerüstet mit einer Wärmebildkamera drangen einige Einsatzkräfte in die betroffenen Gebäude ein, um hier nach Vermissten zu suchen.

Auch für den Zimmereibetrieb Lepper brachte die Übung den einen oder anderen Vorteil. "Jetzt kennt die Feuerwehr die Örtlichkeiten und kann im Ernstfall besser reagieren", freute sich Geschäftsführer Marco Lepper. "Das ist gerade im Hinblick auf unseren neuen Anbau und das hier lagernde Holz sinnvoll."

Einsatzleiter Christian Vogt zeigte sich mit dem Vorgehen der Feuerwehrleute durchaus zufrieden: "Das eine oder andere hätte besser klappen können. Aber genau dafür ist eine Übung ja da, um Fehler auszumerzen und Abläufe zu optimieren", zog Vogt ein positives Fazit.

"Natürlich ist es extrem schwer, sich die Situation realistisch vorzustellen", brachte Stadtbrandinspektor Heinz-Jürgen Tomann das Hauptproblem der Übung auf den Punkt. So hätte bei brennendem Kraftstoff eigentlich ein Schaumangriff durchgeführt werden müssen, um die Flammen zu ersticken, erläuterte Tomann weiter. "Insgesamt ist aber eigentlich alles sehr gut verlaufen und das Übungsziel wurde erreicht", freute sich Tomann.

 

2006-07-10 1

Das imaginäre Feuer in dem Betrieb wird gleich von mehreren Seiten aus bekämpft, wie hier mit dem modernen Tanklöschfahrzeug . Durch den Wasserwerfer hat das Fahrzeug eine enorme Reichweite.

 

TEXT: miriam schmidt | Foto: miriam schmidt | QUELLE: Neue Westfälische