Aktuelle News und Presseberichte des Löschzuges Enger-Mitte

Hier finden Sie aktuelle News vom und Presseberichte über den Löschzug Enger-Mitte als Blog aufgelistet.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel nw) und das Westfalen-Blatt (Kürzel wb) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!



Mobile Brandgewöhnungsanlage im Kreis Herford

lze 04.11.2005

Wie bereits letztes Jahr auch schon, dürfen eine bestimmte Anzahl von Feuerwehrleuten des Kreises Herford eine Spezialausbildung in einer Brandgewöhnungsanlage absolvieren, so auch 2 Kameraden vom Löschzug Enger.

Zwei Mitglieder des Löschzuges Enger haben an einem Brandschutztraining für den taktisch richtigen Innenangriff am Freitag den 04.11.05 in Eilshausen teilgenommen. Dieses Training wurde von zwei erfahrenen Feuerwehrleuten der Berufsfeuerwehr Dortmund geführt, die ihre jahrelange Erfahrung im Einsatzdienst an die Teilnehmer weitergeben konnten. Ausbildungsziel war das fachgerechte Absuchen von Räumen, sowie der gezielten Einsatz von Löschwasser im Innenangriff zur Minimierung von Wasserschäden.

Da in dem Container Temperaturen von 600 – 800 °C simuliert werden können, ist eine weitere Möglichkeit das Wärmeempfinden zu trainieren und richtig einzuschätzen. Um die hohen Temperaturen deutlich zu machen, wurde ein Helmvisier, welches zur persönlichen Schutzausrüstung gehört, einmal mit in den Container genommen. Hier wurde es mit den Flammen beaufschlagt. Die Teilnehmer waren dann schon sehr schockiert über das Ergebnis.

 

Nach einer kurzen theoretischen Einweisung wurde jedem Trupp zu Beginn ein Szenario beschrieben, wie es im täglichen Einsatzgeschehen vorkommen kann ("Wohnungsbrand, kleine Parterre-Wohnung, vermutlich Person in der Wohnung"). Laut Trainer sollten wir unser erlerntes Fachwissen anwenden und so vorgehen, wie wir es beim realen Brandeinsatz auch tun würden. Die mitgeführte Fernbedienung für die Anlage, mit der der Trainer richtiges Handeln mit kleiner Flamme bzw. bei falschem Handeln mit großer Flamme "belohnt hat", verfügt auch über einen Notaus, mit der die Anlage innerhalb von 30 Sekunden rauchfrei gemacht werden kann.

Wie auf den Bildern unten gut zu erkennen, hält ein Mann das Hohlstrahlrohr im Anschlag, während der Andere auf Weisung die Tür öffnet oder schließt. Mit stoßweiser Wasserabgabe kann die Situation hinter der Tür eingeschätzt und evtl. heiße Brandgase an der Decke heruntergekühlt und dadurch ein Flashover verhindert werden.

Nach gut 5 Minuten war die komplette Wohnung durchsucht und es konnte eine Rückmeldung an die Atemschutzüberwachung gegeben werden "Keine Person in der Wohnung, Feuer aus". Auf dem Rückweg konnte von dem taktischen Vorgehen abgesehen werden, da wir sauber gearbetet und unseren Angriffsweg, der auch gleich als Rettungs- und Rückzugsweg dient, sicher und "sauber" gehalten haben. Jedoch sollte man sich nie zu sicher fühlen, da immer nochmal unvorhersehbare Durchzündungen stattfinden können.

Hier ein paar Eindrücke:

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