Feuerwehraktionstag 24.09.2017

Aktuelle News und Presseberichte des Löschzuges Dreyen

Hier finden Sie aktuelle News vom und Presseberichte über den Löschzug Dreyen als Blog aufgelistet.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel nw) und das Westfalen-Blatt (Kürzel wb) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

letzter Einsatz

14.09.2017 
Brandmeldeanlage 

nächster Dienst

nächster Termin

Keine aktuellen Veranstaltungen.



Feuerwehrmitglieder in spezieller Anlage - einer Rauchdurchzündungsanlage - in Osnabrück geschult

fe 30.06.2013

Fünf Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr Enger wurden seitens des Kreises Herford in der RDA (Rauchdurchzündungsanlage) Osnabrück geschult. Es war das erste Mal, dass es vom Kreis aus in die Anlage nach Osnabrück ging. Der Container steht auf dem Gelände des THW Ortsverbandes und wird dort auch für die Ausbildung im Landkreis bzw. für die Berufsfeuerwehr Osnabrück genutzt.

In dem feststoffbefeuerten Container, mit dem man Durchzündungen - sogenannte "Roll-Over" - erzeugen kann, ging es zusammen mit drei erfahrenen Ausbildern aus Osnabrück. Bevor es aber losging, galt es einige Dinge vorzubereiten und Sicherheitsaspekte zu besprechen. Holzpaletten bildeten die Grundlage für das Feuer vorne im Container. Eine Angriffsleitung über B-Schläuche, Verteiler und C-Hohlstrahlrohr wurde aufgebaut. Während das Feuer entzündet wurde rüsteten sich die insgesamt 18 Teilnehmer (vier weitere aus dem Kreis und andere aus Osnabrück) bereits mit Pressluftatmern aus. Dann ging es in großer Runde in den Container zur Wärmegewöhnung.

Über die Konstruktion des Containers können Luft- und damit Sauerstoffzufuhr und die Ansammlung der Pyrolysegase gesteuert werden. Haben sich genug brennbare Pyrolysegase gesammelt, kann über die Öffnung der Tür zum Brandraum ein Roll-Over erzeugt werden. Dabei breitet sich die Flamme über die ganze Containerdecke aus, springt mitunter mit dem Rauch auch aus dem Container. Das ganze spielt sich quasi über den Köpfen der Feuerwehrleute ab, denn die sitzen im Container und beobachten die Rauchphänomene und Flammenzungen, die sich bilden. Hier spricht man teilweise auch vom "Lesen des Brandrauches", was Informationen über Gefahren liefert. Die Ausbilder teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen über diese Phänomene mit den Teilnehmern. Man lernt dabei auch vieles über die Grenzen der persönlichen Schutzausrüstung, was im Einsatzfall Unfälle und Verletzungen vermeiden kann. Da es im Container unterschiedliche Hitzezonen gibt, nicht nur von oben (heißer) nach unten, rotieren die Teilnehmer im Container in Richtung Feuer zur Front. Zur Sicherheit gibt es mehrere Türen im Container und die drei Ausbilder haben ein Auge auf die Feuerwehrkameraden. Teilweise tanzten die Flammenzungen dicht über die Helme und sorgten für enorme Temperaturen im Container.

Nach einer Pause, bei der wieder Flüssigkeit durch Getränke aufgenommen wurde, ging es in den zweiten Abschnitt. Strahlrohrtraining in Form von dynamischer Strahlrohrführung, Impulslöschverfahren und die Öffnung einer Tür zum Brandraum wurden den Teilnehmern nähergebracht. Nach der Mittagspause ging es dann wieder in den Container, der ein zweites Mal mit Brennmaterial befeuert wurde. Jetzt galt es gelerntes anzuwenden bzw. zu vertiefen. Truppweise wurde im Container das Kühlen einer heißen Rauchschicht mittels Hohlstrahlrohr trainiert. Dabei wurde auch innerhalb des Trupps gewechselt, so dass jeder Mal Truppmann oder Truppführer war. Danach ging es für den Trupp weiter nach vorne in den Container – Richtung Feuer – zum zweiten Ausbilder. Hier konnte der Trupp die Phänomene beobachten, die beim Abkühlen des Rauches durch den nachrückenden Trupp am Strahlrohr, weiter vorne im Container, entstehen.

Zum Abschluss wurde gemeinsam aufgeräumt. Nach einem Abschlussgespräch mit den Ausbildern ging es für die Kameraden aus dem Kreis dann Richtung Heimat.

Hintergrundwissen:
Die eigentliche Grundausbildung der fünf Atemschutzgeräteträger (AGTs) lag bereits fünf Jahre oder länger zurück. Einige waren damit noch nie in einem RDA Container (oft auch Flash-Over Container genannt). Heute gehört solch ein Container zur Grundausbildung im Atemschutzbereich des Kreises.

Weitere Infos:
Wikipedia: Brandsimulationsanlage - siehe RDA oder Rauchgasdurchzündung
RDA Osnabrück bei facebook (dort gibt es auch weitere Fotos und Videos aus dem Container)

Gruppenfoto vor dem Container:

 Gruppenfoto
Teilnehmer aus Enger: Jens Vinke, Hendrik Bäunker, Lars Bockermann, Jens Meyer und Heiko Janßen

Fotos 29.06.2013

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