Aktuelle News und Presseberichte des Löschzuges Dreyen

Hier finden Sie aktuelle News vom und Presseberichte über den Löschzug Dreyen als Blog aufgelistet.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel nw) und das Westfalen-Blatt (Kürzel wb) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

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Deutz befördert 1600 Meter Schlauch

wb 24.11.2011

Enger (WB). Vater und Sohn teilen doppelte Leidenschaft: alte Feuerwehrautos und Mitarbeit in Löschgruppe
Rainer Dehne schaltet das Blaulicht ein und setzt vorsichtig rückwärts. Sein Sohn Stefan winkt ihn aus der großen Garage heraus. Und dann steht er da, der Stolz der beiden Männer: ein Magirus Deutz aus dem Jahr 1965.

Der Schlauchkraftwagen war bis 2006 im Einsatz bei der Löschabteilung Bielefeld-Großdornberg. »Bekommen haben wir ihn am 23. Mai 2006«, erinnert sich Rainer Dehne noch genau an den Tag. 1600 Meter Schlauch sind auf dem Wagen. »Mit einem solchen Fahrzeug wurden die Schläuche zum Feuer transportiert«, erklärt Stefan Dehne. Der 17-Jährige hat sich vom Interesse seines Vaters anstecken lassen, ist auch Mitglied in der Jugendfeuerwehr Enger, während Rainer Dehne sich für die Löschgruppe Dreyen engagiert. Das Fahrzeug mit seinen 125 Pferdestärken und einem Hubraum von 7412 Kubik haben die beiden Männer in einem sehr gepflegten Zustand entgegennehmen können. »Daran mussten wir nicht viel machen. Nur das Schlauchmaterial war nicht mehr drauf, so dass wir das aufpacken mussten«, sagt der 53-Jährige, der beruflich als Busfahrer tätig ist.

Doch wie kam es überhaupt zur Leidenschaft für alte Feuerwehrfahrzeuge? Schließlich ist der Schlauchkraftwagen nicht das einzige Gefährt, das die beiden Männer besitzen. »Eigentlich wollte ich immer einen landwirtschaftlichen Unimog haben. Doch die waren sehr teuer. Also habe ich mich für einen Feuerwehr-Unimog aus dem Luftschutzhilfsdienst entschieden«, erzählt Dehne. In der großen Garage parkt daher auch ein DKW Munga, Baujahr 1962. Der Funk-Kommandowagen hat 1000 Kubik Hubraum und einen tuckernden Zweitakt-Motor. »Bis in die 70er Jahre wurden diese Wagen genutzt, um den Funkkontakt zur Leitstelle aufrecht zu erhalten«, weiß der Feuerwehrmann. Woher der DKW Munga stammt, ist nicht mehr genau nachvollziehbar. »Er war ganz schön durchrostet, als wir ihn in Empfang nahmen. Wir haben den Boden überarbeiten und ihn neu lackieren lassen«, berichtet Stefan Dehne. Einiges können die Beiden problemlos selber machen, aber eben nicht alles.

Derzeit schrauben und tüfteln Vater und Sohn an einem ehemaligen Feuerwehrfahrzeug aus Enger. »Wir sind besonders stolz, mit dem Magirus LS 16 TS einen Wagen aus unserer Heimatstadt zu haben«, sagt Rainer Dehne. Mit ihren Oldies machen die beiden nur wenige Touren. »Wir fahren zu Ausstellungen. Dort werden bis zu 300 Feuerwehrautos präsentiert«, sagen die Dehnes, fahren beide Wagen wieder in die Garage, schalten das Blaulicht ab und schließen zu.

 

WB 2011-11-24
Stefan und Rainer Dehne (rechts) lehnen am oliv-grünen DKW Munga.

TEXT: Kathrin Weege | Foto: Kathrin Weege | QUELLE: Westfalen-Blatt