Aktuelle News und Presseberichte des Löschzuges Dreyen

Hier finden Sie aktuelle News vom und Presseberichte über den Löschzug Dreyen als Blog aufgelistet.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel nw) und das Westfalen-Blatt (Kürzel wb) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

letzter Einsatz

18.11.2017 
Brandmeldeanlage ausgelöst 

nächster Dienst

nächster Termin

Keine aktuellen Veranstaltungen.



Hand in Hand gearbeitet

nw 30.05.2011

Spenge-Wallenbrück. Wo sich normalerweise ein friedlicher Anblick bietet, gelegentlich Pferde über den Hof geführt wird und Kinder ihre Ferien verbringen, spielte sich am Samstag ein ganz anderes Szenario ab. Mehrere Einsatzwagen der Feuerwehr fuhren mit Sirene und Blaulicht am Reiterhof Wortmann in Wallenbrück vor, während dicker Rauch aus einem Fenster im Obergeschoss drang.

Glücklicherweise handelte es sich nicht um ein echtes Feuer, sondern um eine Übung der Feuerwehr. Für den Rauch sorgte dabei eine Nebelanlage. "Wir simulieren einen Brand im Küchenbereich mit mehreren vermissten Kindern", erklärte Christian Noske von der Löschgruppe Wallenbrück, der die Übung organisiert hatte. "Die Kollegen werden einen Löschangriff und eine Menschenrettung aufbauen."

Wenige Minuten nach der Alarmierung bog zunächst der Einsatzwagen mit der großen Drehleiter in den Hof ein, die anderen Wagen, insgesamt acht, folgten in kurzen Abständen. "Mit dem zeitlich versetzten Ankommen bleiben wir nah an der Realität", erläuterte Christian Noske. Während einige Feuerwehrleute sich mit Atemschutzausrüstung ins Innere des Gebäudes wagten, nahmen andere ihre Position an Wagen und Schläuchen ein. Wieder andere stellten ein Belüftungsgerät auf, das durch Überdruck den Rauch aus den Räumen drängt. Sven Maske fuhr mit der Drehleiter zu einem geöffneten Fenster im Obergeschoss.

30 Blauröcke arbeiteten Hand in Hand unter der Einsatzleitung von Klaus Greulich, Löschzugführer in Spenge-Mitte. "Wir spritzen aber nicht wirklich", erläuterte Holger Eckel, der als Maschinist dafür sorgte, dass Löschwasser im Schlauch ist. "Der Schaden wäre zu groß. Da es sich nur um eine Übung handelt, verzichten wir darauf."

Schließlich waren die drei Puppen und elf Statisten, denen mit Schminke täuschend echte Verletzungen aufgemalt worden waren, gerettet und wurden von den Helfern des DRK versorgt. So wie Nele Hundhausen und Marina Gerlitz, die mit weiß geschminkten Gesichter Schockpatienten mimten. "Das war ganz spannend", fanden die beiden. "Und da wir selbst beim DRK sind, sind uns solche Situationen auch nicht ganz fremd."

Zwar müssten die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr einmal im Jahr eine Übung absolvieren, erklärte Christian Noske, Übungen in dieser Größenordnung seien aber keine Pflicht. "1991 hat es zum letzten Mal eine auf dem Reiterhof Wortmann gegeben", sagte er. "Wir haben das wieder aufgegriffen um eine möglichst realitätsnahe Übung durchzuführen. Im Sommer verbringen hier bis zu 60 Kinder gleichzeitig ihre Ferien." So sei die Feuerwehr für den Ernstfall gerüstet. "Wenn wirklich ein Brand ausbricht, müssen gewisse Abläufe trainiert sein. Außerdem können wir so auch das Zusammenspiel untereinander und mit dem DRK gut üben", so Christian Noske.

TEXT: VON STEFANIE BOSS | QUELLE: Neue Westfälische