Aktuelle News und Presseberichte des Löschzuges Dreyen

Hier finden Sie aktuelle News vom und Presseberichte über den Löschzug Dreyen als Blog aufgelistet.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel nw) und das Westfalen-Blatt (Kürzel wb) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

letzter Einsatz

23.05.2017 
Brandmeldeanlage ausgelöst 

nächster Dienst

nächster Termin



Wenn die Alarmglocken schrillen: Schüler der Grundschule Spenge/Hücker-Aschen proben den Ernstfall

nw 23.02.2008

Spenge. Die Flure in der Grundschule Spenge/Hücker-Aschen sind wie ausgestorben. Kaum ein Geräusch ist zu hören. Nur gedämpftes Gemurmel dringt aus den Klassenräumen ans Ohr. Dann plötzlich durchbricht eine heulende Sirene die Stille im Schulgebäude. Ihr schriller Ton zieht durch und durch: Feueralarm.

Keine Minute später verlassen die ersten Schüler mit ihren Lehrern die Klassenräume. Draußen ist es nasskalt und regnerisch. Um sich eine Jacke überzuwerfen, bleibt jedoch keine Zeit. Nur im Pullover stiefeln die Kinder raus auf den Schulhof. "Wir mussten alles liegenlassen", sagt die neunjährige Lara aus der Klasse 4b. Viele ihrer Schulfreunde stehen in Hausschuhen auf dem Pausenhof. Andere haben sogar nur Socken an.

Mittlerweile haben alle 350 Kinder die Schule verlassen. Aufgekratzt stehen sie auf dem Pausenhof. Auch Lara steht mit ihren Freundinnen zusammen und diskutiert. "War das jetzt eine Übung oder nicht?", fragt die neun Jahre alte Benedetta. Die Kinder können nur spekulieren, denn Rauch oder gar Feuer ist nicht zu sehen.

Doch dann hört man laute Martinshörner. Der Löschzug Spenge rückt mit drei Einsatzfahrzeugen an. Mit dem Leiterwagen fahren die Feuerwehrleute direkt vors Gebäude.

"Boah, guck mal da", ruft einer der Grundschüler und stupst seinen Freund an. Gebannt verfolgen die beiden, wie die Leiter ausgefahren wird und einer der Feuerwehrleute auf einmal hoch über dem Schulgebäude schwebt.

Einsatzleiter Horst Kröger und Oberbrandmeisterin Ronja Kreft tauschen sich derweil mit Schulleiterin Undine Heidemann aus. Kurz darauf ist der ganze Spuk vorbei und Heidemann gibt Entwarnung: Man hat nur geprobt für den Ernstfall. Lara und ihre Freundinnen sind erleichtert. "Zuerst dachten wir, das sei nur eine Probe", sagt die zehnjährige Julienne. "Aber als die Feuerwehr kam, haben wir uns schon erschrocken."

Zweimal im Jahr gibt es an der Grundschule einen fingierten Feueralarm. Dann drückt Hausmeister Ingo Klusmann - wie auch dieses Mal - auf den Alarmknopf und lässt die Sirenen heulen. Vor zwei Jahren sei die Grundschule saniert und mit neuen Brandschutztüren ausgestattet worden, berichtet Heidemann. "Damals haben wir auch neue Fluchtwege bekommen." Um diese kennenzulernen, seien regelmäßige Feuerübungen nötig. "Heute haben wir seit längerer Zeit wieder mit dem Löschzug Spenge geprobt", sagt die Schulleiterin.

Um das Ganze so realistisch wie möglich zu gestalten, seien zwar die Eltern, nicht aber die Kinder vorher informiert worden. Auf Rauch habe man bei dem Feueralarm jedoch bewusst verzichtet. "Wir wollten realistisch sein - aber nicht so, dass die Kinder Angst bekommen", berichtet Heidemann. Bei der Abschlussbesprechung in der Aula gab es jedenfalls ein dickes Lob für die Schüler: "Ihr seid schnell auf dem Schulhof gewesen und seid ruhig geblieben", sagt die Schulleiterin.

Für die Kinder war das Abenteuer am Morgen vor allem eines: aufregend. Einer der Schüler hatte jedoch einen besonderen Wunsch - besseres Wetter. "Warum ist eigentlich immer Feueralarm, wenn es regnet?", fragt er sich .

 

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In luftiger Höhe: Die Feuerwehrleute haben die Leiter ausgefahren, um einen besseren Überblick über das Geschehen zu haben.

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Feuerwehrmann zum Anfassen: Horst Kröger berichtet Sophia, Sophie, Annika, Pashia und Lara (vorne, v. l.) von seiner Arbeit beim Löschzug Spenge.

TEXT: Mareike Patock | Foto: Mareike Patock | QUELLE: Neue Westfälische