Aktuelle News und Presseberichte des Löschzuges Dreyen

Hier finden Sie aktuelle News vom und Presseberichte über den Löschzug Dreyen als Blog aufgelistet.

An dieser Stelle geht ein besonderer Dank an die Neue Westfälische (Kürzel nw) und das Westfalen-Blatt (Kürzel wb) für die Presseberichte und die gute Zusammenarbeit. Vielen Dank!

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Akkordarbeit auf dem Deich: 170 Feuerwehreinsätze nach Regentief "Cathleen" / Helfer verhindern Dammbruch in Ennigloh

nw 28.08.2010

Bünde. Regen, Schlamm, überflutete Keller, die Else ein reißender Strom - und zu allem Überfluss drohte in Ennigloh auch noch ein Damm zu brechen. Das Tief "Cathleen" hat die Stadt Bünde voll erwischt. Fast 170 Mal innerhalb von 24 Stunden musste die Feuerwehr ausrücken. Bis zur Erschöpfung kämpften die Retter gegen die enormen Wassermassen. Bürgermeister Wolfgang Koch sprach von einer "Extrem-Situation".

Zunächst schien die Elsestadt vom Starkregen weitgehend verschont zu bleiben. "Dann aber drehte am Donnerstagabend das Unwetter in Richtung Bünde. Eine kuriose Wettersituation", berichtet der stellvertretende Kreisbrandmeister Bernd Kröger. "Der Dauereinsatz begann gegen 19.30 Uhr - zunächst mit etlichen vollgelaufenen Kellern", erklärt Bündes Feuerwehrchef Rüdiger Meier gestern Abend bei einer Pressekonferenz. Die ganze Nacht über pumpten 98 Einsatzkräfte aus allen Bünder Feuerwehr-Einheiten hunderte Keller aus, befreiten Straßen von einer zentimeterdicken Schlammschicht und verbarrikadierten schließlich am Vormittag das Bünder Rathaus vorsorglich mit hunderten Sandsäcken. Mit dem anhaltenden Regen stieg von Minute zu Minute auch der Else-Pegel immer weiter an - von seinen gewöhnlichen 18 Zentimetern bis zum Nachmittag auf bedrohliche 2,73 Meter.

Am Mittag spitzte sich die Lage an der Else dramatisch zu. "Mehr Sandsäcke, wir brauchen mehr Sandsäcke." Die Durchsagen, die fast im Minutentakt per Funkgerät zur Einsatzleitung vordrangen, ließen nur erahnen, wie dramatisch die Situation auf dem Damm an der Straße Am Karrenbruch gewesen ist. Stundenlang kämpften dort 81 Einsatzkräfte von Feuerwehren und Technischem Hilfswerk aus dem gesamten Kreis Herford im Dauerregen gegen die Fluten der Else.

Das ansonsten ruhig in einem vier Meter breiten Bett dahinfließende Flüsschen hatte sich zu einem reißenden, 30 Meter breiten Strom entwickelt und drohte einen Deich zum Brechen zu bringen. "Wenn der Damm bricht, haben wir ein ernstes Problem", meint Wehrleiter Rüdiger Meier lakonisch. Denn hinter dem Deich steht nicht nur ein Wohnhaus, das es zu retten gilt, in unmittelbarer Nachbarschaft liegt auch das Wasserwerk der EWB. Dass es nicht so weit gekommen ist, war nicht zuletzt auch der Motivation der Rettungskräfte zu verdanken, die bis zur Erschöpfung arbeiteten. "Nach einem 37-Stunden-Tag bin ich zwar fix und fertig, aber der Ehrgeiz den Damm zu retten überwiegt der Müdigkeit", bringt es ein Feuerwehrmann auf den Punkt. Mit 3.000 Sandsäcken gelang den Wehrleuten in buchstäblich letzter Minute die Sicherung des Damms. Am späten Nachmittag konnte Bündes Feuerwehrchef Entwarnung geben. Die Wehr hatte die Wassermassen im Griff.

"Eine wirklich tolle Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte" bescheinigte Bürgermeister Wolfgang Koch den Rettern. "Ohne das Engagement aller Beteiligten, hätte es in Bünde sicherlich anders ausgesehen."

Fotostrecke der NW Zeitung

27.08.2010: Bünde: Unwetter über Bünde

 

Video im Aritkel

 

TEXT: PATRICK MENZEL | Foto: PATRICK MENZEL | QUELLE: Neue Westfälische